Mit Akupunktur gegen Eierstockzysten
Heilverfahren lindert Symptome
Frauen mit polyzystischen Ovarien (PCO) haben einen gestörten Zyklus. Ihre Eierstöcke produzieren zu viel Testosteron und bringen so den Hormonhaushalt durcheinander. Bleibt solch ein PCO-Syndrom unbehandelt, führt das oft zu Unfruchtbarkeit. Was außer Hormone schlucken dagegen hilft, ist Akupunktur.
Akupunktur versus Bewegung
Schwedische Wissenschaftler untersuchten aktuell, wie sich eine Akupunktur bei Patientinnen mit polyzystischen Ovarien auswirkt. Sie teilten die Studienteilnehmerinnen im Alter von 18 bis 37 Jahren in drei Behandlungsgruppen ein. Während die erste Gruppe 16 Wochen lang eine niedrig-frequente Elektroakupunktur erhielt, trieb die zweite mindestens dreimal pro Woche für je eine halbe Stunde Sport. Die dritte Gruppe indes diente als Kontrolle: Sie bekam weder eine Akupunktur noch machte sie Sport.
Testosteron: Zurück auf normal
Nachdem alle Frauen ihr Therapieprogramm absolviert hatten, bestimmten die Forscher den Gehalt von Testosteron im Blut der Patientinnen. Zudem überprüften sie, wie regelmäßig die Regelblutungen waren. Wie sich zeigte, brachte die Akupunktur den Zyklus der Frauen wieder ins Gleichgewicht. Auch die Testosteronwerte normalisierten sich. Der Sport wirkte ähnlich gut wie die Akupunktur, wenn auch nicht so stark. Damit zeigt sich, dass PCO-Patientinnen von Bewegung und alternativen Heilmethoden profitieren – ganz ohne Nebenwirkung.
- Links:
- Die Studienergebnisse sind im "American Journal of Physiology: Endocrinology and Metabolism" online veröffentlicht.
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